ediWall – seriell vorgefertigte Außenwandsysteme

Isothermendarstellung am Beispiel des Prototypens eines seriellen Dämmelements mit VHF abgeleitet aus dem System ediWall der Fa. Protektor
Quelle: Fraunhofer IBP

Zur Weiterentwicklung der seriell vorgefertigten Außenwandelemente in Stahlleichtbauweise für Neubau und Sanierung sollen Wärmebrücken, Feuchteansammlungen wie auch akustische Schwachpunkte beseitigt oder reduziert werden.

Ziel ist es, bei der Kombination des bestehenden ediWall-Systems mit Dämm- und Fassadensystemen von Fremdfirmen bauphysikalisch optimierte Konstruktionslösungen zu analysieren. Insbesondere sind innovative Lösungen im Rahmen der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen, so dass die Anforderungen des GEG deutlich übertroffen werden.

Problem- und Zielbeschreibung

Für verschiedene Fassadenaufbauten der ediWall-Konstruktion, das heißt verschiedene Kombinationen der ediWall-Konstruktion mit Fassadensystemen (äußere Schichten) anderer Hersteller sollen folgende bauphysikalische Problemstellungen systematisch untersucht, optimiert und dokumentiert werden:

  • Optimierung und Vermeidung von Wärmebrücken
  • Optimierung und Vermeidung von Tauwasserproblemen
  • Reduzierung akustischer Schwachpunkte in der Leichtbaukonstruktion
  • Optimierung der Nachhaltigkeit durch Kombination der ediWall mit Partnern mit geringem CO2 Fussabdruck

Die Ergebnisse sollen mit etablierten Kennwerten konventioneller Wandaufbauten aus dem Holzrahmenbau sowie Massivbau verglichen werden, um die Leistungsfähigkeit und Vorteile der Stahlleichtbauweise transparent darzustellen.

Verwertungsziel: Die gewonnenen Daten bilden die Grundlage für die Entwicklung eines digitalen Konfigurators, der potenziellen Kunden eine gezielte Auswahl und Bewertung von ediWall-Wandelementen ermöglicht und damit die Vertriebsaktivitäten unterstützt.

Skizze des Prototypen eines seriellen Dämmelements mit VHF abgeleitet aus dem System ediWall der Fa. Protektor
Quelle: Fa. Protektor

Detaillierter Projektablauf

Aufbauend auf Ergebnisse zu einem früheren abgeschlossenen Projekt und Weiterentwicklungen zu industriell vorgefertigten Stahlleichtbauelementen sowie den Kontakten zum IBP und aus dem Match-Prozess, initiiert durch das IBP, zur Fa. Rommel, bot sich die Möglichkeit weiteren Erkenntnisse zu dem wichtigen Thema Gebäude im Bestand und in der Zukunft zu gewinnen.

Es konnten vorhandenes Know How sowie die Infrastruktur zur Konstruktion von Stahleichleichtabuwänden bei Protektor zurückgegriffen werden. Der notwendige Prüfstandsaufbau wurde von Protektor zur Verfügung gestellt. Erfahrung und Infrastruktur des IBP wurden zur Generierung erster Kennzahlen bezüglich Wärmedämmung und Akustik zur Beurteilung der Protektor Wandaufbauten genutzt. Aufgrund der positiven Ergebnisse werden die Entwicklungsarbeiten in einem Folgeprojekt zusammen mit Fa. Rommel und dem Fraunhofer-IBP weiter fortgesetzt.

Projektnutzen

  • Wertvolle Erkenntnisse aus Diskussionen über Stahlleichtbaukonstruktionen zur seriellen Sanierung, auch durch den Match mit der Fa. Rommel
  • Erweiterung der Zahlen, Daten und Fakten zu Stahleichtbaukonstruktionen
  • Generierung von Ideen für weitere Produktverbesserungen und Eliminierung von Schwachstellen

Zitat

Serielle Sanierung mit Stahlleichtbau macht Gebäude im Bestand fit für die Zukunft – ein schlanker Weg, um wirtschaftlich effizient und energetisch nachhaltig bezahlbaren Wohnraum klimafreundlich zu erhalten und aufzuwerten.

Dr. Heiner Willerscheid, Protektorwerk Florenz Maisch GmbH & Co.KG

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