SPA-BAU – Schwermetall- und PFAS-Entfernung aus Baustellensickerwasser 

Symbolische Darstellung der Baustellen-Abwasserfiltration
Quelle: Fraunhofer, IGB; KI-generiert 

Abgepumptes Wasser von Baustellen muss aufgrund gesetzlicher Vorgaben vor der Einleitung ins Abwasser von Schadstoffen befreit werden. Die instrAction hat einen Patent-geschützten PFAS-Absorber entwickelt, der 10-100fach höhere Flussraten als Aktivkohlefilter (AK) und damit weitaus kleinere Anlagen als derzeit ermöglicht. Zudem bindet der PFAS-Absorber auch kurzkettige PFAS weitaus effizienter und schneller als AK. Ein weiterer patentierter Absorber entfernt hocheffizient Schwermetalle. Im Quickcheck wurden die Vorgaben und derzeitigen Lösungen für belastetes Baustellenabwasser analysiert.

Problem- und Zielbeschreibung

Abgepumptes Wasser von Baustellen ist häufig mit Schadstoffen wie polyzyklischen Kohlenwasserstoffen, Schwermetallen und PFAS belastet und muss gesetzeskonform vor der Einleitung gereinigt werden. Bisher eingesetzte Aktivkohle ist dafür insbesondere bei PFAS, vor allem kurzkettigen Verbindungen, ineffizient und aufgrund geringer Durchsätze mit sehr großen und aufwendigen Anlagen verbunden.

instrAction hat patentgeschützte Absorber für PFAS und Metalle entwickelt, die deutlich höhere Flussraten (10–100-fach gegenüber AK) ermöglichen und auch kurzkettige PFAS schnell und effizient entfernen. Damit lassen sich kompakte, modular kombinierbare Hochdurchfluss-Filtereinheiten realisieren, die hohe Volumenströme mit kleinen Anlagen behandeln.

Ziel ist es zunächst, in einem Quick Check typische Konzentrationsprofile von Baustellenwässern zu erfassen und Konkurrenztechnologien zu analysieren. Anschließend sollen gemeinsam mit dem Fraunhofer IGB Praxisversuche mit realen Proben durchgeführt und die Effizienz der instrAction-Technologie demonstriert werden.

Detaillierter Projektablauf

Die instrAction und das Fraunhofer IGB arbeiten derzeit im Rahmen eines invest-BW Vorhabens an der Weiterentwicklung von PFAS-Absorbern (BW7_2040/01) zusammen. Es zeigt sich, dass die bisherigen und die weiterentwickelten Materialien ein sehr großes Potential haben, selbst kurzkettige PFAS effizient zu entfernen. Die derzeitigen Einsatzgebiete umfassen jedoch noch nicht die Dekontamination von Baustellenabwasser, auch nicht die Bodenwäsche. Um passgerechte Angebote machen zu können, wurden Recherchen zu regulatorischen Vorgaben durchgeführt sowie bestehende Systeme und Dienstleister auf dem Sektor recherchiert.

Projektnutzen

  • Ermittlung einer sehr guten Bewertungsgrundlage zum Einstieg in den Bereich Baustellenwasser mit Abschätzung der technischen Anforderungen und des potentiellen Marktvolumens
  • Ermittlung der wesentlichen Konkurrenztechnologien
  • Identifizierung wesentlicher Marktteilnehmer
  • Gute Vorbereitung auf Folgeprojekte mit Teststellungen zur PFAS-Entfernung im Bereich Baustellenabwasser

Finanziert durch

Projekt EVA – Entwicklung eines hoch beladbaren verbrennbaren PFAS-Absorbers

Product Data Sheet instrAction® SIL p

instrAction PFAF Brochure

An S-TEC Beteiligte

Fraunhofer IPA Logo
Logo Fraunhofer IAO
Fraunhofer IBP Logo