Produktionsbelegung und Aufwandsabschätzung

Produktionsbelegung
Quelle: Beton Kemmler GmbH
Bei der Beton Kemmler GmbH gibt es zwei Fertigungsarten: Umlauffertigung und stationäre Fertigung. Im Projekt steht die Umlauffertigung mit individuell geplanten Elementen im Fokus. Ziel ist die automatisierte Berechnung der Taktdauer für einzelne Fertigungsschritte wie Einmessen, Armieren und Betonieren. Die Tische sollen so koordiniert werden, dass die Produktionszeit wirtschaftlich bleibt und alle Einschränkungen berücksichtigt werden – mit validen Daten und KI-Methoden.
Problem- und Zielbeschreibung
Die aktuelle Produktionsbelegung erfolgt manuell und basiert auf subjektiven Erfahrungswerten, ohne systematische Berücksichtigung von Taktzeiten und Produktionsaufwand. Dies führt zu Ineffizienzen, Produktionsengpässen und Lieferverzögerungen. Relevante Daten sind zwar vorhanden, werden jedoch nicht automatisiert ausgewertet. Ziel ist die weitestgehende vollständige Automatisierung der Taktdauerberechnung und Tischbelegung mittels Künstlicher Intelligenz. Dadurch sollen die Produktionsplanung objektiver, effizienter und ressourcenschonender gestaltet, Engpässe und Lieferverzögerungen vermieden sowie eine gleichmäßige Auslastung der Produktionsstationen sichergestellt werden. Die Umsetzung erfolgt datenbasiert und ermöglicht eine nachhaltige und flexible Produktion bei Beton Kemmler.
Detaillierter Projektablauf
Das Projekt geht auf einen KI-Sprint des Fraunhofer IRB zurück. Ende November 2025 fand hierzu ein Workshop mit Vertretenden des Fraunhofer IRB und der Beton Kemmler GmbH statt. Zunächst wurde der bestehende Ist-Prozess systematisch aufgenommen und anhand eines konkreten Anwendungsfalls der vollständige Prozessdurchlauf analysiert. Zur strukturierten Erhebung des Ist-Zustands einschließlich aller relevanten Datenquellen wurde eine Datenlandkarte erstellt und im Workshop validiert. Diese umfasst unter anderem NC-Daten, SQL-basierte Datenbestände, Maschinendaten sowie einen digitalen Plan der Produktionshalle. In einem anschließenden Deep Dive in die Datenbankstruktur und die relevanten Datenfelder wurden die spezifischen technischen Herausforderungen, etwa hinsichtlich Datenqualität, -konsistenz und -zugriff, identifiziert und dokumentiert.
Projektnutzen
- Erhöhte Effizienz und Produktivität durch automatisierte Taktdauerberechnung und KI-gestützte Tischbelegung
- Reduzierung manueller Aufwände und Fehlerquellen in Planung und Produktion
- Bessere Ressourcenauslastung und optimierter Energieeinsatz
- Verbesserte Planungsgenauigkeit und Minimierung von Produktionsengpässen sowie Lieferverzögerungen
- Erhöhte Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Flexibilität in der Produktionsplanung
Finanziert durch

