CAPTIVATE

Mit der CAPTIVA-Technologie verleiht die Novis GmbH CO₂ einen wirtschaftlichen Wert. Hierfür wird gereinigtes CO₂ aus industriellen Punktquellen in standardisierten Photobioreaktoren genutzt, um über die Kultivierung von Mikroalgen hochwertige Feinchemikalien und Biopolymere herzustellen. Gemeinsam mit dem S-TEC Zentrum für Biointelligente Wertschöpfung arbeitet Novis an der Strategieentwicklung zur Verbesserung dieser Lösungen, mit dem Ziel, Biointelligenz sowie Marktorientierung gezielt zu intensivieren.
Problem- und Zielbeschreibung
Industrielle CO₂-Emissionen sind eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit und bislang weitgehend ungenutzt. Die NOVIS GmbH begegnet diesem Problem mit der CAPTIVA-Technologie: einer integrierten Systemlösung, die CO₂ aus industriellen Quellen abscheidet, aufbereitet und in biologische Wertschöpfung überführt. Im Kern der Technologie steht die Kultivierung von Mikroalgen in standardisierten Photobioreaktoren, die das abgeschiedene CO₂ als Kohlenstoffquelle nutzen und daraus hochwertige Feinchemikalien sowie Biopolymere erzeugen. Gemeinsam mit dem S-TEC Zentrum für Biointelligente Wertschöpfung treibt die NOVIS GmbH die Strategieentwicklung zur Kommerzialisierung von CAPTIVA voran, mit dem Ziel, technologische Investitionen gezielt zu priorisieren und die biointelligente Systemlösung erfolgreich am Markt zu etablieren.

Bezug des Vorhabens zur Biointelligenten Wertschöpfung
Mit der CAPTIVATE-Technologie vereint die Novis GmbH Biologie, Produktionstechnik und digitale Steuerung zu einem integrierten System. Mikroalgen wandeln CO₂ in wertvolle Biomasse um, modulare Photobioreaktoren schaffen die produktionstechnische Grundlage und eine intelligente Softwareschicht verbindet beides. Um dieses Potenzial zu intensivieren, untersucht der Quick Check gemeinsam mit dem S-TEC Zentrum für Biointelligente Wertschöpfung, wie die einzelnen Systemkomponenten – Biologie, Hardware und Software – intensiver zu einem adaptiven, datengetriebenen Produktionssystem zusammenwachsen können.
Projektnutzen, Verwertung und geplante Anschlussaktivitäten
Im Rahmen des Quick Checks wurden Workshops durchgeführt, in denen der aktuelle Status sowie Strategien zur Weiterentwicklung der biointelligenten Systemlösung skizziert wurden. Im Fokus stand dabei die strategische Ausrichtung der Wertschöpfungskette sowie die Identifikation konkreter Marktpotenziale, um CAPTIVATE als biointelligente Systemlösung erfolgreich zu kommerzialisieren sowie künftige technologische Investitionen gezielt zu priorisieren.

Durch den Quick Check hat sich gezeigt, dass eine tiefergehende, systematische Analyse und Bewertung von Zielmärkten und Zielprodukten der biologischen Wertschöpfung – entlang des Pfades von der CO₂-Abscheidung über die Mikroalgenkultivierung bis zum vermarktbaren Endprodukt – besonders lohnenswert wäre. Nachfolgend könnte zudem die technische Machbarkeit eines vielversprechenden Zielprodukts demonstriert werden. Hierfür bieten sich die Folgeformate des S-TEC Zentrums für Biointelligente Wertschöpfung an: ein Exploring Project zur systematischen Markt- und Produktbewertung sowie eine anschließende Feasibility Study zur technischen Validierung, um CAPTIVA auf dem Weg zu einer marktorientierten, biointelligenten Systemlösung weiter voranzubringen.
CAPTIVATE profitiert von der profunden Fachkenntnis der beteiligten Institutionen, um das Thema CO₂-Nutzung voranzubringen.
Dr. Thomas Helle, Geschäftsführer der Novis GmbH
Finanziert durch
Das S-TEC Zentrum für Biointelligente Wertschöpfung, genannt The Biointelligence Engine, wird gefördert durch das Baden-Württemberg Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus sowie das Förderprogramm EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) der Europäischen Union:

