Einheitliche Objektstruktur und standardisiertes Datenmanagement für Planung, Bau und Betrieb

Ziel des Projekts ist die Konzeptionierung einer objektorientierten Datenstrategie für die TGA über alle Phasen – von der Planung bis hin zum Betrieb eines Gebäudes. Durch eine Anbindung an IFC und die Analyse bestehender Datengrundlagen wie die DIN-276-Kostengruppen und Objektcodes soll ein einheitliches, effizienteres und damit auch kostengünstigeres Datenmanagement von Gebäuden entstehen. Neben der Verknüpfung dieser bestehenden Klassifizierungen wird auch die Datenübergabe in den Betrieb über offene Systeme wie den »CAFM Connect Editor« untersucht.
Problem- und Zielbeschreibung
Die Herausforderungen des Datenmanagements von Bauprojekten bis hin zum Betrieb von Gebäuden entstehen vor allem durch die getrennte Betrachtung von Planung und Betrieb sowie die Vielzahl und Komplexität der Objekte, insbesondere in der TGA.
Die mangelnde Kompatibilität der Datenwelten zwischen Planungs- und Betriebsphasen hat erhebliche Folgen: Wird CAFM erst nach Projektabschluss für Bestandsobjekte eingeführt, wird eine zeit- und kostenintensive Bestandserfassung nachträglich erforderlich. D. h. ursprüngliche Baudaten sind durch mangelnde Dokumentation häufig nicht mehr verfügbar. Damit verbunden entstehen Nachteile in der Datenqualität, wie Unvollständigkeit, Nicht-Aktualität und Abrechnungsprobleme durch unzuverlässige Servicenachweise. Eine weitere Herausforderung ist die Verknüpfung offener Datenstandards wie IFC mit standardisierten Klassifikationen, insbesondere DIN 276 und CAFM-Connect, um das Datenmanagement zu standardisieren und zu vereinfachen.
Detaillierter Projektablauf
Das Projekt ging aus einer initialen Anfrage des IPS-Instituts hervor, das sich bereits in mehreren Projekten mit der Einführung und Strukturierung von CAFM in Bestandsgebäuden befasst hat. Im Rahmen des Quick Checks untersuchte das Fraunhofer IBP die Möglichkeiten zur Verknüpfung von CAFM und BIM, insbesondere im Bereich der TGA. Dafür erfolgte zunächst eine Analyse und Zusammenstellung bisheriger Forschungsarbeiten und relevanter Datengrundlagen. Darauf aufbauend wurde eine Systematik entwickelt, die die Logiken von IFC und DIN 276 miteinander verknüpft. Der Ansatz wurde anschließend im frei zugänglichen System »CAFM Connect Editor« exemplarisch angewendet und erprobt. Die grundsätzliche Anwendbarkeit konnte dabei bestätigt werden. Zugleich wurden technische Grenzen identifiziert, die in zukünfitgen Weiterentwicklungen berücksichtigt werden sollen.
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