Projekt BalkonPlus – Geschäftsmodelltransformation: Potenzial modularer Balkone für Schöck

Ziel des Quick Checks war eine strukturierte Analyse des Marktes für modulare und serielle Balkonsysteme in Deutschland und Europa. Dabei wurden relevante Marktsegmente und Materialoptionen identifiziert sowie das Anwendungspotenzial serieller Lösungen in der Bestandsanierung bewertet. Die Ergebnisse dienen als strategische Ausgangsbasis für ein potenzielles Exploring Project, in dessen Rahmen die Transformation vom Komponentenhersteller zum integrierten Systemanbieter vorbereitet wird.
Problem- und Zielbeschreibung
Die Bauindustrie befindet sich im Wandel hin zu seriellen und industriellen Bauweisen. Für die Firma Schöck Bauteile GmbH, die ausgereifte Produkte und Lösungen zur Wärmedämmung, zum Trittschallschutz und zur Bewehrungstechnik bereitstellt, ergibt sich daraus die Notwendigkeit, das Portfolio zukunftssicher zu gestalten. Es besteht die Gefahr, dass durch zunehmende Vorfertigung und Systemanbieter klassische Komponenten verdrängt werden. Das Projektziel bestand darin, valide Daten über den stark fragmentierten Markt modularer Balkone zu erheben. Es galt zu klären, ob und wie Schöck sich als Anbieter integrierter Bauteillösungen positionieren kann, um Anforderungen an Energieeffizienz, digitale Planung (BIM) und schnelle Montage zu erfüllen. Untersucht wurde das Potenzial sowohl im rückläufigen Neubausegment als auch in der strategisch wichtigen Bestandsnachrüstung.
Detaillierter Projektablauf
Im Rahmen des Quick Checks wurde eine strukturierte Marktanalyse durchgeführt. Zunächst wurde eine Marktsegmentierung nach Produkttypen und Bauprojekten (Wohnungsbau, Mehrfamilienhäuser) vorgenommen. Anschließend wurde der Materialeinsatz inklusive Preisentwicklung analysiert, wobei Aluminium und Materialkombinationen als häufigste Bestandteile identifiziert wurden. Es folgte eine Auswertung der Marktakteure und Produktionsstrukturen in Europa und Deutschland, die eine hohe Fragmentierung der Branche aufzeigte. Um das Nachfragepotenzial zu beziffern, wurden die Entwicklungen im Neubau sowie die Relevanz bestehender Gebäude für die serielle Nachrüstung untersucht. Dabei wurden Baujahre (v.a. Nachkriegsgebäude) und Eigentumsstrukturen, wie die hohe Sanierungsaktivität von Wohnungsbaugenossenschaften, ausgewertet. Abschließend wurde eine Mindestschätzung des Produktionsvolumens auf Basis öffentlich zugänglicher Unternehmensdaten vorgenommen.
Projektnutzen
- Identifikation eines langfristig relevanten Marktpotenzials für modulare Balkonsysteme, insbesondere in der seriellen Nachrüstung standardisierter Mehrfamilienhausbestände
- Strategische Einsichten zur Weiterentwicklung des Schöck-Portfolios hin zu integrierten, digital planbaren Bauteillösungen (CAD/BIM)
- Übersicht relevanter Akteure und Produktionsstrukturen für den Aufbau möglicher zukünftiger Partnerschaften
- Erkenntnisse über Materialpräferenzen und Preisentwicklungen im Balkonbau (z.B. Dominanz von Aluminium) zur besseren strategischen Ausrichtung
Finanziert durch
